Vergesst nicht wo ihr herkommt, last.fm
Es ist zwar schon länger her, aber last.fm hat seit März 2009 gerne Gebühren, damit man sich personalisiertes Radio bei ihnen anhören kann. Ich bin erst vor kurzem drüber gestolpert, als mein Radio auf einmal unterbrach und ein Hinweis erschien.
Da habe ich mich gefragt, ob last.fm vergessen hat, wo sie herkommen. Dieses personalisierte Radio ist nur möglich, weil Nutzer ihre Songs scrobblen (also die Informationen an last.fm schicken) und weil sie, während sie von last.fm zusammengestelltes Radio hören, Informationen verfeinern indem sie Songs zu einem bestimmten Thema mögen oder nicht (indiziert durch Klicks). Scrobbling an sich bleibt übrigens gratis – wie großzügig.
Jetzt also Geld für ein Produkt zu verlangen, was eigentlich erst durch Nutzer möglich geworden ist, finde ich ein bisschen frech. Klar, auch solche Dienste müssen Kosten decken und möglicherweise tun sie es nicht gut genug mit Werbung. Aber dann gleich Kunden ausschließen? Eine Zwischenlösung mit einem Werbeclip jede halbe Stunde hätte es auch getan. Wenn überhaupt.
Somit sehe ich als Nutzer doch keinen Vorteil mehr, überhaupt noch diesen Dienst zu nutzen. Schöne Charts sind nett, aber da kann ich drauf verzichten. Mit Freunden vernetze ich mich über andere Dienste. Die Event-Hinweise sind nicht schlecht, aber auch da gibt es Optionen. Zum Schluss war ja das personalisierte Radio genau der Grund, sich dort anzumelden.
Jetzt wird es last.fm nicht wehtun, wenn sich einer (wohl ich) abmeldet.