10.01.2011

Festplatte im MacBook (Late 2007) tauschen

Vor kurzem ist die Festplatte in meinem alten MacBook an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. Zeit, eine neue einzusetzen! Eine Western Digital WD6400BEVT Scorpio Blue (640GB) sollte es werden; SSD ist mir pro GB noch zu teuer und den Geschwindigkeitszuwachs brauchte ich jetzt auch nicht. Wichtig ist nur, dass es eine 2,5 Zoll SATA Festplatte ist. Auch eine bestimmte Bauhöhe ist zu beachten (maximal 9,5 mm), die erwähnte Western Digital passt jedenfalls.

Wichtig: Ich übernehme keine Garantie, dass das alles so funktioniert. Der Einbau ist auf eigene Verantwortung zu machen.

Wichtig ist natürlich vor dem Tausch die Daten zu sichern, wenn man mit dem bisherigen System weiterarbeiten möchte. Dazu habe ich auch ein passendes Gehäuse besorgt, um die Daten bequem zu klonen. Aber der Reihe nach.

MacBook Festplatte mit Bootcamp klonen

Die neue Festplatte in das Gehäuse eingesetzt, aber nicht verschraubt. Um nun das System auf die neue Platte zu klonen, habe ich den Carbon Copy Cloner verwendet. Einmal die Quelle wählen (das aktuelle System), das Ziel (die per USB angeschlossene neue Festplatte) und los geht’s. Nach ca. 3 Stunden war mein gesamtes System geklont.

Zusätzlich habe ich eine Bootcamp-Windows-Partition. Der Carbon Copy Cloner klont nicht die ganze Festplatte 1:1 sondern immer nur Partitionen. Für die Bootcamp-Partition habe ich WinClone verwendet (derzeit nur als CHIP-Download). Damit soll es ganz gut funktionieren. Den Bootcamp-Klon legt man idealerweise auf die Mac-Partition bevor man mit Carbon Copy Cloner die Mac-Partition kopiert; so kommt direkt alles mit. Zwecks Platzmangel habe ich den Bootcamp-Klon auf eine externe Festplatte gelegt.

Die neue Festplatte einsetzen

Nach dem Klonvorgang also die neue Festplatte eingesetzt. Ziemlich einfach: Akku herausnehmen, die Blende am Rand abschrauben, die Festplatte ist mit einer Schiebe-Zieh-Pappe (?!) unter der Handballenauflage zu finden. Festplatte ausgetauscht (spezieller Schraubendreher nötig), eingesetzt und alles wieder verschlossen. Eine detailliertere Anleitung gibt es bei Apple.

Beim Neustart hat es zu Beginn eine Sekunde länger gedauert, aber nach einem Neustart lief wieder alles hervorragend. Ich musste mit dem Festplatten-Dienstprogramm noch die Zugriffsrechte reparieren, dann war soweit alles erledigt. Für die Bootcamp-Partition muss man erneut den Bootcamp-Assistenten starten; eine neue Partition anlegen (sinnigerweise mindestens genauso groß wie sie war) und mit WinClone die Partition wiederherstellen.

Extra #1: VMware Fusion erkennt die Bootcamp-Partition nicht mehr

Da ich zusätzlich auch noch die Bootcamp-Partition in VMware Fusion eingebunden habe, hat es zum Start direkt eine Fehlermeldung gegeben.

Datenträger „/Users/username/Library/Application Support/VMware Fusion/Virtual Machines/Boot Camp/%2Fdev%2Fdisk0/Boot Camp partition.vmwarevm/Boot Camp partition.vmdk“ oder ein Snapshot, von dem er abhängt, kann nicht geöffnet werden.

Ursache: Die Partitionstabelle auf der physischen Festplatte wurde seit der Erstellung der Festplatte geändert. Entfernen Sie die physische Festplatte von der virtuellen Maschine, und fügen Sie sie erneut hinzu.

Die Lösung findet sich im ApfelTalk-Forum. Die Bootcamp-Partition muss quasi neu eingebunden werden. Dauert ein paar Minuten, danach ist die Bootcamp-Partition wieder vollständig nutzbar.

Extra #2: TimeMachine legt ein neues Backup an?!

Jetzt rödelt die TimeMachine und schaut welche Dateien neu sind und gesichert werden müssen. So wie es aussieht wird ein vollkommen neues Backup geschrieben. Ich wundere mich. An dem Punkt wäre es wahrscheinlich komfortabler gewesen die Daten nach Neu-Installation mit dem TimeMachine-Backup wiederherzustellen, um das alte Backup weiter zu nutzen. So wird ein neues Backup angelegt.

Fazit

640 frische GB und die Festplatte läuft ruhig und sehr gut. Die alte Festplatte werde ich wohl in dem Gehäuse als externe Festplatte weiternutzen. Man hätte das Ganze auch mit einem TimeMachine-Backup erledigen können, dazu hätte aber das gesamte System erstmal neu aufgesetzt werden müssen.